Viral getriggert

Virale Kampagnen generieren budgetschonend mehr Kunden als andere Werbemaßnahmen

Werbung ist allgegenwärtig. Als Verbraucher werden wir täglich mit 2.500 bis 5.000 Werbebotschaften konfrontiert. Das bedeutet, dass wir uns bewusst oder unbewusst rund 12 Stunden pro Woche mit Werbung beschäftigen. Es ist nachvollziehbar, dass bei dieser Reizüberflutung ein erheblicher Teil der Werbebotschaften ignoriert oder gar als lästig empfunden wird. Damit verschwinden immer öfter schwindelerregend hohe Werbeetats unbemerkt im Medien-Universum. Die Frage, die sich Werbetreibenden stellt: Wie lassen sich die Aufmerksamkeit der Verbraucher erreichen, Botschaften nachhaltig platzieren und der Markensympathiefaktor erhöhen? Und das möglichst mit einem überschaubaren Budget. Eine Antwort liegt im viralen Marketing – und damit einer modernen, hoch effizienten Form der Mundpropaganda oder des Kettenbriefs.

Es ist möglich, durch virale Maßnahmen eine Art unaufhaltsame und äußerst effektive Werbeepidemie auszulösen. Das Stichwort lautet Empfehlung – und wenn diese von Konsument zu Konsument verläuft, muss sich der Werbetreibende zum einen nicht selbst um die Verbreitung kümmern und kann sich zum anderen auf einen Vertrauensvorsprung verlassen, denn die Empfänger betrachten eine von Freunden und Bekannten empfohlene Botschaft per se als wichtig. Virale Kampagnen sind ähnlich verbreitungsstark wie ein Virus – daher die Bezeichnung. Sie nutzen die gängigen Kommunikations-wege und zwischenmenschlichen Netzwerke aus, um sich millionenfach zu verteilen. Was sich einfach anhört, braucht jedoch ausgeklügelte Strategien. Denn niemand lässt sich offensichtlich vor den Karren werbetreibender Unternehmen spannen. Somit ist virales Marketing weit mehr als nur eine gute Idee. Die Online-Kampagnen funktionieren nur dann, wenn es gelingt, gleich zu Beginn viele Menschen derart anzutriggern, dass diese die Weiterverteilung der Botschaft als lohnenswert erachten. Kompetente, psychologisch versierte Medienexperten entwickeln die Kampagnen, die es schaffen, ein „ansteckendes Virus“ – also eine zündende Idee – rasant zu verbreiten. Je aufsehenerregender und unerwarteter das Erlebnis für den Empfänger, desto eher entscheidet dieser: „Das ist ja super, dass muss ich unbedingt gleich weiter melden.“

Hochgradig gelungen ist das beispielsweise dem Wursthersteller Rügenwalder, der es im Sommer 2013 schaffte, mit einer Online-Kampagne, bei der ein Youtube-Clip mit Christian Ulmen im Mittelpunkt stand, massenhaftes Interesse zu generieren. Eine hervorragende Kampagne, um eine jüngere Zielgruppe an die Rügenwalder Wurst zu bringen. Der Trigger – die Kunstfigur Alexander von Eich – hat hier bestens funktioniert.

Selbst mal schauen? Denn mal los.

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