Guerilla Marketing, die Top 5:

Guerilla Marketing entstand Mitte der 80er Jahre und beinhaltet Vermarktungsaktionen, bei denen nur ein geringer Mitteleinsatz für eine große Wirkung sorgen soll. Nicht ohne Grund leitet sich der Begriff Guerilla von einer speziellen Kriegsführungsart ab, bei der außergewöhnliche Strategien auf dem Siegeszug genutzt werden. Die Devise ist also minimale Kosten und maximale Aufmerksamkeit.

Doch was fällt unter den Begriff Guerilla Marketing? Es gibt diverse Unterkategorien, wir zeigen die 5 spannendsten Arten und die dazugehörigen Beispiele:

1)     Ambush-Marketing:

Das Ambush-Marketing wird von Kritikern, auch als Gauner- bzw. Schmarotzer-Marketing bezeichnet. Bei dieser Art des Guerilla Marketings wird versucht, die Aufmerksamkeit von großen und teuren Kampagnen der Konkurrenz, für sich zu nutzen und sich durch ein verhältnismäßig kleineres Budget trotzdem in den Vordergrund zu drängen. Ein erfolgreiches Beispiel hierfür war die Aktion von Puma bei den Olympischen Spielen 2008. Der Konkurrent Adidas setzte auf eine großangelegte Kampagne mit Logo-Präsenz und Sponsoring. Puma hingegen stattete „nur“ den Sprinter Usain Bolt mit goldenen Puma Schuhen aus und konnte nach seinem Sieg, stolz mit den schnellsten Schuhen der Welt werben und eine enorme Präsenz erzielen.

2) Virales Marketing:

In der Theorie geht es im viralen Marketing darum, Werbekampagnen über soziale Netzwerke einzustreuen und die Internetgemeinde mit dem „Virus“ anzustecken und durch Shares und Likes die Verbreitung zu sichern. Die meisten Menschen denken bei dem Spruch „Supergeil“ an Friedrich Liechtenstein der in dem online Werbespot für Edeka im Jahr 2014 einen regelrechten Hype auslöste. Genau diese Art von „Virus“ wurde durch diesen Spruch ausgelöst, so dass 2014 rund 13,5 Mio. Nutzer das Video angeklickt haben.

3) Moskito-Marketing:

Beim Moskito-Marketing wird darauf gesetzt die Schwachstellen der Konkurrenz aufzuzeigen und sich selbst besser darzustellen. Ein Hamburger Bio-Schlachter macht es mit einem Werbeplakat vor. Mit dem Spruch „Abgepackte Wurst ist für’n Arsch“ wird eine nackte Rückansicht eines Mannes vor dem Wurstregal im Supermarkt präsentiert, um zu zeigen, dass Bio- besser als industriell gefertigte Wurst ist.  

4). Sensationsmarketing:

Das Sensationsmarketing setzt, wie der Name schon verrät, auf eine große Sensation bzw. einen großen Auftritt. Mit einfachen Mitteln wird an öffentlichen Orten, eine Show abgeliefert, die durch die Zuschauer aufgenommen und verbreitet wird. Beispiel für eine solche Aktion ist der Flashmob von T-Mobile am Bahnhof in der Liverpool Street in London. Hier wurde im Bahnhof ein riesiger Tanz-Flashmob organisiert, der den gewünschten Effekt auslöste und durch das Internet gehyped wurde.

5) Ambient-Marketing:

Beim Ambient-Marketing werden Kampagnen an ungewöhnlichen Orten gestartet. Orte die grundsätzlich als „Nicht-Werbefläche“ gelten, werden für kostengünstige Aktionen genutzt. Eine der schrillsten Kampagnen startete Sony mit der Playstation 2 im Jahre 2001. Der Elektronik-Riese wandelte seine Urinale in Zielscheiben mit Joystick-Charakter der Konsole um und gab seinen Mitarbeitern bei der Pinkelpause die Möglichkeit „Punkte zu sammeln“. Mit dieser Aktion konnten nicht nur die Mitarbeiter punkten sondern auch Sony.

Mit Guerilla-Marketing kann man wirklich einiges erreichen. Ob eine Kampagne jedoch tatsächlich erfolgreich einschlägt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dass eine Guerilla-Aktion auch nach hinten losgehen kann ist leider auch keine Seltenheit, dennoch ist zu sagen, dass „einfache“ und kreative Guerilla-Kampagnen grundsätzlich Aufmerksamkeit bringen, ob diese positiv oder negativ ausfällt, hängt unter anderem von der Aktion und von der gewählten Zielgruppe ab.

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