Die Top 5 der unbeliebtesten Internet-Innovationen

Statistisch gesehen verbringen die meisten deutschen zwischen 2 - 3 Stunden pro Tag aktiv im Internet. Das scheint verhältnismäßig wenig? Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich die Nutzungszeit mehr als verdoppelt. Ein Leben ohne Internet wäre vor allem in der heutigen Zeit fast undenkbar, dennoch gibt es auch Schattenseiten des World Wide Webs. Neben Virenattacken und Datenschutz-Themen gibt es eine Vielzahl unbeliebter Internet-Innovationen. Doch welche sind die unbeliebtesten? Auf Platz 5 steht die Spam-Mail. Diese wurde 1978 von Gary Thuerk erfunden, um seinen neuen Computer zu bewerben. Er versandt die Werbemail an 393 Personen und erzielte auch einige Verkäufe dadurch. Erst 10 Jahre später wurde diese Werbeart als Marketing Instrument einsetzt. Auf Platz 4 hat es die Entwicklung von Lou Montulli geschafft. Montulli entwickelte 1994 für Netscape Cookies. Bevor Cookies eingeführt wurden, wusste ein Webseiten Betreiber nicht, ob seine Seite schon zu einem früheren Zeitpunkt von dem Kunden aufgesucht wurde. Das Gute an Cookies ist, dass ein Betreiber besucherspezifische Produkte oder Inhalte anzeigen lassen kann. Nachteile haben die Cookies, auch Footprints genannt, nur für die Privatsphäre des Kunden. Platz 3 geht an Captchas. Der Einsatz von Captchas dient zur Sicherheit, da es eine Methode ist bei der herausgefunden wird, ob eine Eingabe von einem Menschen oder einer Maschine (Robot) getätigt wurde. In der Theorie haben Manuel Blum, John Langford und Luis von Ahn mit der Entwicklung der Captchas eine kleine Sicherheitslücke geschlossen. Dennoch investieren Internetnutzer auf der ganzen Welt 500.000 Stunden täglich um die kleinen Textgrafiken zu entschlüsseln. Auf Platz 2 steht Rich Skrenta, der 1982 den ersten wahren Virus entwickelte „ELK Cloner“. Der Virus mit Persönlichkeit nistete sich auf allen Festplatten ein, infizierte alle Chips, änderte RAM Einstellungen und blieb am System kleben. Im Jahr 2014 wurden weltweit durch Virenangriffe Schäden in Höhe von 365 Milliarden Euro angerichtet. Und schließlich auf Platz 1 der unbeliebtesten Internet-Innovationen ist die Entwicklung der Pop-Up-Werbung durch Ethan Zuckerman. Die ursprüngliche Idee dahinter war es, „wenig aufdringliche“ Werbung durch zusätzliche Fenster anzuzeigen. Vor dem Hintergrund, dass Zuckermann Werbung im Internet als Sünde bezeichnet, verwundert es umso mehr, dass der Begriff Pop-Up-Werbung immer mit einem negativen Beigeschmack erwähnt wird. Rund 70% der Internetnutzer finden diese Art der Werbung nervig und störend. Warum diese Top 5 wohl als unbeliebtesten Internet-Innovationen gelten, muss sicherlich nicht nochmal erläutert werden. Wenn man raten müsste wie dieses Ranking wohl in 10 Jahren aussehen würde, wären vielleicht Facebook und co. aufgeführt? Es ist abzuwarten und den Innovationen ihren Lauf zu überlassen.

 

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